Die meisten deutschen Kreditinstitute sind Universalbanken, die Einlagen entgegennehmen und Kredite vergeben sowie den Handel mit Wertpapieren betreiben. Diskussionsbeitrag von Ulrich Bock, EM Global Service AG, Fürstentum Liechtenstein

Im Herzen Europas liegt das Fürstentum Liechtenstein und bietet neben fantastischen Naturgegebenheiten, Naherholung auch eine bekannte Bankenlandschaft. Das Unternehmen EM Global Service AG umfasst den Erwerb, die Verwahrung und Sicherheit von physischen Edelmetallen für Käufer sowie Eigentümer. „In der guten Nachbarschaft befindet sich die Schweiz, die auch von sich als Rohstoffhandelsdrehkreuz bekannt geworden ist. Vielen ist nicht bekannt, dass beispielsweise fast jeder dritte Liter Erdöl, der auf dem Weltmarkt gehandelt wird von einem Handelsunternehmen mit Sitz in der Schweiz gehandelt wird. Die größten Rohstoffhandelsunternehmen der Welt haben sich in den letzten Jahrzehnten wegen den besonders guten Bedingungen in der Schweiz angesiedelt“, so einführend Ulrich Bock von der EMGS AG. In regelmäßigen Seminar-, Weiterbildungsveranstaltungen und Diskussionsrunden informiert die EM Global Service AG über aktuelle Themen rund um Markt, Finanzen und Europa. „Die Bankenlandschaft – Geschichte, Entwicklung und Zusammenhänge.“

Entwicklung Bankenlandschaft: Universalbanken – Kreditinstitute – Genossenschaften

Die Universalbanken gliedern sich in drei große Gruppen: die privaten Geschäftsbanken, auf die etwa 30 Prozent des Gesamtvolumens entfallen, die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute mit einem Anteil von etwa der Hälfte und die genossenschaftlichen Kreditinstitute (Volksbanken und Raiffeisenbanken) mit einem Anteil von ungefähr einem Fünftel.

Die privaten Geschäftsbanken nehmen in der Abwicklung von Zahlungen im Rahmen des Außenhandels und des Kapitalverkehrs mit dem Ausland eine überragende Stellung ein. „Sie dienen zugleich vielen Wirtschaftsunternehmen als Hausbanken und spielen bei der Emission neuer Wertpapiere eine führende Rolle. Sie führen die Wertpapierdepots von Millionen Kunden, kümmern sich um den Einzug fälliger Dividenden und Zinsen sowie üben das Bezugsrechten und Stimmrecht im Auftrag des Kunden“, erläutert Herr Ulrich Bock die Zusammenhänge. Die größten und kapitalstarksten Banken der Welt in dieser Gruppe sind die Deutsche Bank AG, die Dresdner Bank AG und die Commerzbank AG. Von großer Bedeutung ist ferner die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG), deren Stammkapital sich im Besitz der Gewerkschaften und der Konsumgenossenschaften befindet.

Bankenlandschaft: Private Geschäftsbanken

Im Kreis der rund 240 privaten Geschäftsbanken nehmen die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, die Bayerische Vereinsbank und die Norddeutsche Hypotheken- und Wechselbank eine Sonderstellung ein. Sie sind im Realkreditgeschäft tätig, vergeben also langfristige Kredite, die durch Grundpfandrechte gesichert sind. Zur Refinanzierung dieser langfristigen Kredite sind diese drei Institute im Gegensatz zu den übrigen privaten Geschäftsbanken mit dem Recht ausgestattet, Pfandbriefe und Kommunalobligationen auszugeben.

Die Gruppe der Privatbankiers umfasst einige Dutzend Banken, die in der Rechtsform des Einzelkaufmanns oder einer Personengesellschaft betrieben werden. Privatbankiers pflegen nicht nur das Wertpapiergeschäft, Industriefinanzierungen und die Vermögensverwaltung, sondern übernehmen auch Nachlassregelungen und sind im Immobiliengeschäft engagiert.

Frankfurt am Main, ähnlich wie auch Zürich, hat sich nach dem zweiten Weltkrieg zum führenden Bankplatz und damit zur Finanzmetropole entwickelt. Hier haben mehr als 200 ausländische Kreditinstitute Vertretungen eingerichtet. Im internationalen Finanzgeschäft haben auch Luxemburg, die Bahamas, Panama, Tokio, Hongkong und Bahrein neben den klassischen Finanzplätzen wie London und New York einen markanten Aufschwung erfahren.

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